Erlaßjahr/Jobeljahr

Nach Dtn 15,9; 31,10 ist das E. ein Akt des Erlassens (שְׁמִטָּה/šemiṭṭāh), der alle sieben Jahre wiederkehrt und sich in erster Linie auf die Brache des Ackers (Ex 23,11; Lev 25,2–7; 25,18–22), den Schuldenerlaß (Dtn 15,1–3), die Hilfe für die Armen (Dtn 15,7–11) und die Freilassung der hebr. Sklav...

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Bibliographic Details
Main Author: Cardellini, I. (Author)
Format: Electronic Dictionary entry/article
Language:German
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Published: 2015
In: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Year: 2015
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
Volltext (lizenzpflichtig)
Description
Summary:Nach Dtn 15,9; 31,10 ist das E. ein Akt des Erlassens (שְׁמִטָּה/šemiṭṭāh), der alle sieben Jahre wiederkehrt und sich in erster Linie auf die Brache des Ackers (Ex 23,11; Lev 25,2–7; 25,18–22), den Schuldenerlaß (Dtn 15,1–3), die Hilfe für die Armen (Dtn 15,7–11) und die Freilassung der hebr. Sklaven (Ex 21,2 ff.; Dtn 15,12 ff.; Jer 34,8 ff.) bezieht. Die Proklamation eines E. (qr' šemiṭṭāh) hat eine Parallele in der unter dem Begriff »die Gerechtigkeit errichten« (akkad. [an]durāram šakānum) überlieferten bab. Institution des Schuldenerlasses (durāru[m]) durch die Verkündigung königlicher Dekrete (vgl. hebr. דְּרוֹר/derôr bei Jer 34,8; Jes 61,1; Ez 46,16). Die sowohl das Erlaß- wie das Jobeljahr regelnden Gesetze sind in Lev 25 miteinander verbunden worden.
ISSN:2405-8262
Contains:Enthalten in: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Persistent identifiers:DOI: 10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_04511