Gott der Sohn

. Die bibl. Grundlage der Lehre vom bes. göttlichen Personsein des Sohnes (Christologie) findet sich zum einen in den ntl. Bekenntnissen (: II.,2.), die Jesus Christus neben den Vater und den Geist (Gott der Vater, Gott der Geist) stellen und ihm schöpferisches und rettendes Handeln zuschreiben, und...

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Main Author: Gunton, C. (Author)
Format: Electronic Dictionary entry/article
Language:German
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Published: 2015
In: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Year: 2015
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
Volltext (lizenzpflichtig)
Description
Summary:. Die bibl. Grundlage der Lehre vom bes. göttlichen Personsein des Sohnes (Christologie) findet sich zum einen in den ntl. Bekenntnissen (: II.,2.), die Jesus Christus neben den Vater und den Geist (Gott der Vater, Gott der Geist) stellen und ihm schöpferisches und rettendes Handeln zuschreiben, und zum anderen in dem Anhalt, den diese Bekenntnisse in atl. Darstellungen von Gottes sich selbst unterscheidendem Handeln in der Welt haben (Handeln Gottes). Die ausdrückliche Unterscheidung der zweiten Person der Trinität von Gott dem Vater setzte mit der Logostheol. von Justin ein und wurde bei Irenaeus von Lyon zur Lehre vom präexistenten Sohn (Präexistenz Christi), der in Ewigkeit Sohn des Vaters und zugleich mit Jesus von Nazareth identisch ist. Angesichts bei Origenes aufkommender und von Arius aufgenommener subordinatianischer Lehren (Christologie: II.,1.), denen zufolge der Sohn nicht vollkommen göttlich ist, behauptete Athanasius dessen in der nicaenischen Lehre (Nicaea) kanonisierte volle Göttlichkeit, der zufolge Jesus homoousios mit Gott dem Vater ist. Die innertrinitarischen Beziehungen werden genetisch gedacht; der Sohn wird in Ewigkeit vom Vater gezeugt. Da sich diese Beziehung allerdings nicht in der Zeit vollzieht, ist sie zu geschöpflichen Beziehungen nur analog.
ISSN:2405-8262
Contains:Enthalten in: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Persistent identifiers:DOI: 10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_08887