Gottesfürchtige

. Ob und wie die Erwähnung von G. im NT und in (jüd.) Inschriften mit der Vorstellung der Gottesfurcht in der HB und der jüd. Lit. der Periode des Zweiten Tempels verbunden werden kann, wird kontrovers diskutiert. Die verschiedenen Verweise auf G. in der Apg (10,2.22; 13,16.26.43.50; 16,13 f.; 17,4....

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Main Author: Henten, J.W. van (Author)
Format: Electronic Dictionary entry/article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
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Published: 2015
In: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Year: 2015
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
Volltext (lizenzpflichtig)
Description
Summary:. Ob und wie die Erwähnung von G. im NT und in (jüd.) Inschriften mit der Vorstellung der Gottesfurcht in der HB und der jüd. Lit. der Periode des Zweiten Tempels verbunden werden kann, wird kontrovers diskutiert. Die verschiedenen Verweise auf G. in der Apg (10,2.22; 13,16.26.43.50; 16,13 f.; 17,4.17; 18.6 f.) sind oft zur Begründung der Annahme herangezogen worden, daß Lukas den Ausgangspunkt für die Heidenmission des Paulus in den Kreisen von Heiden ansiedelte, die den Gott der Juden verehrten. Die mehrmals geäußerten Zweifel, ob es jemals solche Kreise gegeben habe, müssen seit der Veröff. einer neuen Inschrift aus Aphrodisias als überholt gelten. Diese Inschrift aus dem dritten Jh. n.Chr. differenziert deutlich zw. Gruppen von Juden, Proselyten und G. (zwei Listen enthalten insg. 54 Namen von Personen mit der Qualifizierung ϑεοσεβει˜ς/theosebeís/»G.«); das macht es wahrscheinlich, daß schon Hinweise auf G. aus dem ersten Jh. im NT und in Inschriften, z.B. vom Bosporus, Heiden betreffen, die sich in mehr oder weniger großem Ausmaß zur jüd. Rel. bekannten.
ISSN:2405-8262
Contains:Enthalten in: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Persistent identifiers:DOI: 10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_08922