Das Böcklein in der Milch seiner Mutter und Verwandtes: im Lichte eines altorientalischen Bildmotivs

"Das Verbot, ein Böcklein in der Milch seiner Mutter zu kochen, hat für die rituell reine (koschere) jüdische Küche weit mehr Konsequenzen gehabt als das viel bekanntere Verbot, Schweinefleisch zu essen. Sein extensives Verständnis hat zur Forderung geführt, die Fleisch- und Milchküche zu trenn...

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Bibliographic Details
Main Author: Keel, Othmar 1937- (Author)
Format: Electronic Book
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
WorldCat: WorldCat
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: Tübingen Universitätsbibliothek Tübingen 2013
In:Year: 2013
Standardized Subjects / Keyword chains:B Ancient Orient / Young ram (Motif)
IxTheo Classification:HA Bible
Further subjects:B Ancient Orient / N.a. Religion
B Biblical archaeology
B Säugende Kuh
B Prophets
B Ritual
B Israel <Altertum>++Muttertier++Darstellung
B Sacrifice
B Israel
B Säugende Kuh / i. d. Bildenden Kunst
B Levant
B Food
B Antiquity / Religion
Online Access: Volltext (kostenfrei)
Parallel Edition:Non-electronic
Description
Summary:"Das Verbot, ein Böcklein in der Milch seiner Mutter zu kochen, hat für die rituell reine (koschere) jüdische Küche weit mehr Konsequenzen gehabt als das viel bekanntere Verbot, Schweinefleisch zu essen. Sein extensives Verständnis hat zur Forderung geführt, die Fleisch- und Milchküche zu trennen (verschiedene Pfannen etc.) und Gerichte mit Fleisch, bzw. Milch, nicht im Rahmen e i n e r Mahlzeit zu servieren. Viele Israel-Reisende haben mit diesen Konsequenzen - oft kopfschüttelnd - Bekanntschaft gemacht, ohne ihre biblische Wurzel zu ahnen. Zu einer eingehenderen Beschäftigung mit dieser haben mich (OK) aber nicht so sehr ihre einschneidenden Konsequenzen, sondern die Beschäftigung mit der altisraelitischen Glyptik geführt. Die Bedeutung der säugenden Capride für die ältere israelitische Siegelkunst liess in mir Zweifel am heute vorherrschenden Verständnis der Verbote als Abwehrmassnahmen gegen kanaanäische Kultbräuche aufkommen. Diese Zweifel wurden durch die neuere Erkenntnis verstärkt, dass der für einen solchen Kultbrauch angeführte Beleg aus dem ugaritischen Text "Schachar und Schalim" offensichtlich keiner ist." Die Studie zeichnet die breite Tradition von Muttertier und Jungem (und ihr Verhältnis zueinander) im Alten Orient nach.
Item Description:Aus: V.IRAT III-KEE 1980.1 (Böcklein)
Physical Description:Online-Ressource
Persistent identifiers:URN: urn:nbn:de:bsz:21-opus-65670