Asdod

. Ca.15 km nordnordöstlich von Askalon, 4 km landeinwärts mit separater Hafenstadt an der Küste. Der kanaan. Name »'atdādu« die (»Messe« o.ä.) weist auf die Bedeutung des Handels. Seit der MB-Zeit besiedelt, in der SB-Zeit Handelsbeziehungen bis Ugarit und Enkomi, im Übergang zur E-Zeit Fundort...

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Main Author: Uehlinger, C. (Author)
Format: Electronic Dictionary entry/article
Language:German
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Published: 2015
In: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Year: 2015
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
Volltext (lizenzpflichtig)
Description
Summary:. Ca.15 km nordnordöstlich von Askalon, 4 km landeinwärts mit separater Hafenstadt an der Küste. Der kanaan. Name »'atdādu« die (»Messe« o.ä.) weist auf die Bedeutung des Handels. Seit der MB-Zeit besiedelt, in der SB-Zeit Handelsbeziehungen bis Ugarit und Enkomi, im Übergang zur E-Zeit Fundort für sub-mykenische (»philistäische«) Keramik. Eine der fünf großen Philister-Städte (Jos 13,3; Jos 11,22) und Juda nächstgelegener Hafen, was Kontakte wie Spannungen erklärt (Am 1,8; 2Chr 26,2; 1Sam 5). 734 v.Chr. ass. (Israel und Mesopotamien), 713 in einen Aufstand unter Iamani verwickelt, 712 unter Sargon II. eingenommen (vgl. Jes 20,1) und in eine ass. Provinz umgewandelt (Siegesstele). Im 7.Jh. soll A. von Psammetich I. 29 Jahre lang belagert worden sein (Hdt. II 157), der bab. Eroberung von 604 fiel ein »Rest von A.« zum Opfer (Jer 25,20; vgl. Zeph 2,4; Jdt 2,28). A. war pers. Provinz (Münzprägung), unterhielt Verbindungen zur judäischen Bevölkerung (Neh 13,23f.; Sach 9,6–8), der Abschottung unter Nehemia gegenüber feindlich (Neh 4,1f.7; 1Sam 5). Der Dagontempel stand bis 150 (1Makk 10,83f.; 11,4, vgl. 5,68; 16,10; Sach 9,6–8; Flav.Jos. Ant. XIII 395). 63 als Freistaat neu konstituiert, wurde A. 30 herodianisch. Im 1. Jüd. Krieg stationierte Vespasian eine Garnison in A. (Flav. Jos. Bell. IV 130). Der Evangelist Philippus predigte in A. (Apg 8,40). 325 n.Chr. war die Hafenstadt in Nicaea als Bischofssitz vertreten, landeinwärts bestand nur noch ein πολι´χνη ε᾿πι´σμος/políchnē epísmos (Eus. Onomastikon 20,19) bzw. insigne oppidum (Hier. Onomastikon 21, 23). Kreuzritterkastell nördlich des Hafens.
ISSN:2405-8262
Contains:Enthalten in: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Persistent identifiers:DOI: 10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_01135