Bibelkommission, Päpstliche
. Die B. (Commissio Pontificia de re biblica) wurde 1902 von Leo XIII. zur »Förderung der Studien« und »zur Verteidigung der Wahrheit der Hl. Schrift« gegründet. Ihre Mitglieder waren röm. Kardinäle, denen fachkundige Exegeten als Konsultoren beigegeben waren. Ihre Arbeit bestand in der Beantwortung...
| Main Author: | |
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| Format: | Electronic Dictionary entry/article |
| Language: | German |
| Check availability: | HBZ Gateway |
| Interlibrary Loan: | Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany) |
| Published: |
2015
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| In: |
Religion in Geschichte und Gegenwart online
Year: 2015 |
| Online Access: |
Volltext (lizenzpflichtig) Volltext (lizenzpflichtig) |
| Summary: | . Die B. (Commissio Pontificia de re biblica) wurde 1902 von Leo XIII. zur »Förderung der Studien« und »zur Verteidigung der Wahrheit der Hl. Schrift« gegründet. Ihre Mitglieder waren röm. Kardinäle, denen fachkundige Exegeten als Konsultoren beigegeben waren. Ihre Arbeit bestand in der Beantwortung (Responsum) von strittigen Fragen der Bibelauslegung (dubia). Pius X. bestimmte im Motu Proprio »Praestantia Scripturae« 1907, daß die Entscheidungen der B. die gleiche Autorität wie die approbierten Dekrete der röm. Kongregationen haben. Die Auseinandersetzungen mit den Modernisten (Modernismus) in den ersten Jahren führten zur Ablehnung der hist.-krit. Ergebnisse im AT und NT und damit zur Lähmung der kath. Exegese. Die ablehnende Haltung der B. wurde mit ihrer Instructio »De historica Evangeliorum Veritate« vom 21.4.1964 aufgegeben. Mit dem Motu Proprio vom 27.6.1971 hat Paul VI. die B. neu konstituiert. Sie besteht aus höchstens 20 bedeutenden Bibelexperten aus der ganzen Welt, die vom Papst in Abstimmung mit der Bischofskonferenz auf fünf Jahre berufen werden. Sie hat den Papst und die Glaubenskongregation in Fragen der Bibelinterpretation zu beraten, deren Präfekt zugleich der Präsident der B. ist. Die jüngste Veröffentlichung »L'Interpretation de la Bible dans l'Eglise« vom 23.4.1993 setzt sich mit den gegenwärtigen dia- und synchronen Auslegungsmethoden der Bibel auseinander, die in ihren Grenzen bejaht werden, während der fundamentalistische Umgang mit der Hl. Schrift als gefährlich abgelehnt wird. |
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| ISSN: | 2405-8262 |
| Contains: | Enthalten in: Religion in Geschichte und Gegenwart online
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| Persistent identifiers: | DOI: 10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_01968 |