Domitian, T. Flavius

T. Flavius (24.10.51–18.9.96 n.Chr.). Röm. Kaiser 81–96 n.Chr. Der jüngere Sohn Kaiser Vespasians, der sich durch kluge Reichsverwaltung und eine zurückhaltende Grenzsicherungspolitik bewährte, zeigte innenpolit. eine konservative Grundhaltung etwa durch die bevorzugte Verehrung röm. Gottheiten. Die...

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Main Author: Klein, R. (Author)
Format: Electronic Dictionary entry/article
Language:German
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Published: 2015
In: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Year: 2015
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
Volltext (lizenzpflichtig)
Description
Summary:T. Flavius (24.10.51–18.9.96 n.Chr.). Röm. Kaiser 81–96 n.Chr. Der jüngere Sohn Kaiser Vespasians, der sich durch kluge Reichsverwaltung und eine zurückhaltende Grenzsicherungspolitik bewährte, zeigte innenpolit. eine konservative Grundhaltung etwa durch die bevorzugte Verehrung röm. Gottheiten. Die repräsentative Baupolitik konzentrierte sich auf Rom, wo u.a. ein großes Stadion für die neu begründeten kapitolinischen Wettkämpfe entstand, die heutige Piazza Navona. Sein autokratisches Herrschergefühl dokumentierte sich in einer ausgedehnten Palastanlage auf dem Palatin und in der Anrede dominus et deus (allerdings nur im privaten Bereich). Ein wachsendes Mißtrauen führte in den letzten Jahren zu zahlreichen Prozessen gegen einflußreiche Senatoren, darunter gegen seinen eigenen Vetter Titus Flavius Clemens und dessen Gattin Flavia Domitilla, die beide wegen »Gottlosigkeit« hingerichtet wurden (Suet. Dom. 15,1). Nach späterer christl. Überlieferung (z.B. Eus.h.e. II 18,3) soll es sich hierbei um Christen gehandelt haben. Mit Sicherheit gab es lokale Christenverfolgungen in Rom (Clemens Romanus 1,1) und bes. in Kleinasien, wo sich die Christen dem Kaiserkult verweigerten (Apk 13; 17 f.). Nach der Ermordung wurde sein Andenken im gesamten Reich ausgelöscht.
ISSN:2405-8262
Contains:Enthalten in: Religion in Geschichte und Gegenwart online
Persistent identifiers:DOI: 10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_03822