Elia-Apokalypse
. Unter dem Namen E.-A. hat es mehrere Schriften gegeben: 1. Vollständig erhalten ist die in beiden kopt. Dialekten bezeugte »kopt. E.-A.« (ApkEl), Datierung 1.–4.Jh. n.Chr., jüd. Vorlage. Sicher christl. ist in diesem Text nur das in 32,1 bezeugte Zeichen des Kreuzes, das vor dem Messias bei seinem...
| Main Author: | |
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| Format: | Electronic Dictionary entry/article |
| Language: | German |
| Check availability: | HBZ Gateway |
| Interlibrary Loan: | Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany) |
| Published: |
2015
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| In: |
Religion in Geschichte und Gegenwart online
Year: 2015 |
| Online Access: |
Volltext (lizenzpflichtig) Volltext (lizenzpflichtig) |
| Summary: | . Unter dem Namen E.-A. hat es mehrere Schriften gegeben: 1. Vollständig erhalten ist die in beiden kopt. Dialekten bezeugte »kopt. E.-A.« (ApkEl), Datierung 1.–4.Jh. n.Chr., jüd. Vorlage. Sicher christl. ist in diesem Text nur das in 32,1 bezeugte Zeichen des Kreuzes, das vor dem Messias bei seinem Kommen einhergeht. Im Zentrum der Schilderung der Endzeit stehen der Kampf gegen den Antichrist, die daraus folgenden Martyrien von Tabitha, Henoch und Elia sowie ihre Auferweckung, Himmelfahrt und endgültige Wiederkunft zur Besiegung des Antichrist. Dieser in Apokalypsen weit verbreitete Mythos ist hier wohl sicher in ältester Gestalt bezeugt (Schrage) und ist hier nicht von Apk 11,4–13 abhängig. Nur hier findet sich die Gestalt der Tabitha. Ist sie identisch mit der in Apg 9,36–40 bezeugten Christin? Oder haben deren bes. Gerechtigkeit und die Überlieferung ihrer Auferweckung diesen Mythos attrahiert? 2. Auch das hebr. E.-Buch ist eine Apokalypse, sie wird auf das 3.Jh. n.Chr. datiert. Der mit Apk weithin parallele Aufbau läßt an eine gemeinsame Rezeption des Buches Ez denken. 3. Unter dem Namen E.-A. wird in der apokr. lat. Epistula Titi ein Stück zitiert, das verschiedene Höllenstrafen schildert. Möglicherweise ein Gegenstück und daher aus dem gleichen Zusammenhang wie: 4. 1 Kor 2,9 wird von Paulus als anonymes Zitat eingeführt. Viele Autoren, darunter Origenes und Hieronymus, meinen zu wissen, daß dieses Zitat einer E.-A. entstamme. Doch handelt es sich jedenfalls um eine (auch rabb. belegte) apokr. Wandertradition, die in zahlreichen apokr. Schriften als namenloser Baustein zu finden ist. 5. Als Zitat aus einer E.-A. wird eine Schilderung des Aussehens des Antichrist überliefert. Da auch die unter 1. genannte kopt. E.-A. ähnliches bietet, kann ein Zusammenhang bestehen. – 6. Schwach bezeugt ist die Zuschreibung von Eph 5,14 zu einer E.-A. |
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| ISSN: | 2405-8262 |
| Contains: | Enthalten in: Religion in Geschichte und Gegenwart online
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| Persistent identifiers: | DOI: 10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_04235 |