Himmelfahrt des Mose
. Die »Himmelfahrt des Mose« (AssMos oder TestMos) ist außer durch wenige Zitate der Kirchenväter (u.a. Or.princ. III 2,1) nur durch eine unvollständige lat. Handschrift des 6.Jh. (Palimpsest; Erstedition 1861 von Ceriani) bekannt. Diese lat. Übers. (5.Jh.) geht über eine griech. Übers. auf ein wohl...
| Main Author: | |
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| Format: | Electronic Dictionary entry/article |
| Language: | German |
| Check availability: | HBZ Gateway |
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| Published: |
2015
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| In: |
Religion in Geschichte und Gegenwart online
Year: 2015 |
| Online Access: |
Volltext (lizenzpflichtig) Volltext (lizenzpflichtig) |
| Summary: | . Die »Himmelfahrt des Mose« (AssMos oder TestMos) ist außer durch wenige Zitate der Kirchenväter (u.a. Or.princ. III 2,1) nur durch eine unvollständige lat. Handschrift des 6.Jh. (Palimpsest; Erstedition 1861 von Ceriani) bekannt. Diese lat. Übers. (5.Jh.) geht über eine griech. Übers. auf ein wohl vor der Zerstörung des Tempels in Judäa entstandenes hebr. oder aram. Original (Tromp für griech. Original) zurück (Urfassung vermutlich 2. – 1.Jh. v.Chr.; Endfassung frühes 1.Jh. n.Chr., denn Herodes d.Gr. ist identifizierbar; Kap.6). Es handelt sich um eine als Testament gefaßte apokalyptische Offenbarung der Landnahme Israels bis zur nachherodianischen Zeit (Kap.2–6) sowie der eschatologischen Zukunft Israels (Kap.7–10). Die Schilderung der Endzeit mündet in die Konfrontation zw. bösem Weltherrscher und einem Leviten namens Taxo (vermutlich von griech. táxōn als Übers. des hebr. m eḥoqeq=»Gesetzgeber«), der bereit ist, sich und seine sieben Söhne zu opfern (vgl.2Makk 7,14), und dem eine Vision vom endzeitlichen Strafgericht Gottes und der Erhöhung Israels in den Mund gelegt wird. In der Rahmenerzählung (Kap.1; 11 f.) übergibt Mose seine Prophetie dem von ihm gewählten Nachfolger Josua mit der Auflage, sie geheim zu halten. Vor dem vermutlichen Schluß (Tod und Himmelfahrt des Mose) bricht der Text ab. Die theol. Relevanz der AssMos besteht in der Betonung des Heilsbundes, der Prävalenz des Dtn sowie in ihrer Nähe zu den Qumranschriften (u.a. Kritik am Jerusalemer Tempelkult und an den hasmonäischen Hohenpriestern; Qumran). |
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| ISSN: | 2405-8262 |
| Contains: | Enthalten in: Religion in Geschichte und Gegenwart online
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| Persistent identifiers: | DOI: 10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_09853 |