Die mittelägyptische nfr-pw-Negation

Die nfr-pw -Negation ist als Negationsart in Texten der späten 12. bis mittleren 18. Dynastie nachweisbar, insbesondere in dokumentarischen Genres, aber auch in der Literatur und im Dekorum. Ihre Grundbedeutung ist „Null / Ein Fehlen ist (es)“, die semantische Modifikation erfolgt durch das nachgest...

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Bibliographic Details
Main Author: Brose, Marc (Author)
Format: Electronic Article
Language:German
Check availability: HBZ Gateway
Interlibrary Loan:Interlibrary Loan for the Fachinformationsdienste (Specialized Information Services in Germany)
Published: 2009
In: Zeitschrift für ägyptische Sprache und Altertumskunde
Year: 2009, Volume: 136, Issue: 1, Pages: 1-7
Further subjects:B Negation
B nfr
B Middle Egyptian
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
Volltext (lizenzpflichtig)
Description
Summary:Die nfr-pw -Negation ist als Negationsart in Texten der späten 12. bis mittleren 18. Dynastie nachweisbar, insbesondere in dokumentarischen Genres, aber auch in der Literatur und im Dekorum. Ihre Grundbedeutung ist „Null / Ein Fehlen ist (es)“, die semantische Modifikation erfolgt durch das nachgestellte dritte Glied des dreigliedrigen pw -Satzes, das durch ein (echtes) Nomen, ein Partizip, einen Infinitiv oder ein perfektives s d m=f vertreten werden kann. Die Zeitlage des Satzes ist grundsätzlich neutral, doch werden überwiegend Vorgänge in der Vergangenheit wiedergegeben, mit s d m=f sogar obligatorisch. Die Negation selbst drückt die „Nicht-Existenz“ in stärkerem Maße als die einfachen Negationen n / nn / tm aus, doch kann sich dieser Vorgang unter dem quantitativen Aspekt („zero“) auf die einfache Stufe abschwächen und es wird zu einer Stilfigur. Die Beleglage schließlich lässt es möglicherweise als der gesprochenen Sprache nahe stehendes Idiom erscheinen.
ISSN:2196-713X
Contains:Enthalten in: Zeitschrift für ägyptische Sprache und Altertumskunde
Persistent identifiers:DOI: 10.1524/zaes.2009.0002